Routinen durchbrechen

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So heißt es und in vielen Punkten stimmt dies nicht nur, sondern ist darüber hinaus auch sinnvoll. Erledigen wir bestimmte Handlungen immer wieder, so führt das mit der Zeit dazu, dass wir sie schließlich automatisch ausüben. Eine solche Automatisierung ermöglicht es uns, diese Handlungen beschleunigt zu absolvieren, wodurch sich unsere Effizienz steigert; zugleich hat sie aber auch eine negative Auswirkung auf die Leistung des menschlichen Gehirns. Da gewohnte Handlungen uns intellektuell nicht sonderlich beanspruchen, kann es geschehen, dass unser Gehirn sich selbst in eine Art »Schon-Modus« herunterfährt.

Ein abwechslungsreicher Alltag hält uns geistig fit.

Wird das Gehirn auf diese Weise immer wieder über längere Zeiträume nicht gefordert, leidet darunter mit der Zeit seine Leistungsfähigkeit und damit sowohl unser Gedächtnis als auch unsere Konzentration. Die Folge ist Vergesslichkeit. Das ist nun nicht Sinn der Sache und deshalb sollten Sie immer wieder auch versuchen, aus Gewohntem auszubrechen und Ihr Gehirn mit Neuem zu konfrontieren.

Möglichkeiten hierzu gibt es eine Menge. Einen ganz großen Ausbruch aus dem Alltag bieten natürlich Reisen in ferne Länder. Aber auch Ausflüge über das Wochenende lassen uns Neues kennenlernen und regen auf diese Weise unser Gehirn an. Allerdings muss man nicht unbedingt auf Reisen gehen, um etwas für Abwechslung zu sorgen.

Die Routine lässt man schon hinter sich, wenn man beispielsweise den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen etwas variiert. Auch Spaziergänge oder Wanderungen in der näheren Umgebung sorgen für neue Eindrücke. Versuchen Sie auch darüber hinaus in Ihrem Alltag ganz festgefahrene Routinen zu durchbrechen. So können Sie beispielsweise Tätigkeiten, die Sie gewöhnlich mit der rechten (bzw. mit der linken) Hand erledigen, einfach einmal »mit links« (bzw. rechts) erledigen, wie etwa das Geschirrspülen. Halten Sie den Teller gewöhnlich mit der linken Hand und wischen ihn mit der rechten, so tauschen Sie doch einfach einmal. Oder halten Sie (als Rechtshänder) beim Zähneputzen die Zahnbürste in der linken Hand! Auf diese Weise können Sie Gehirn-Jogging ganz einfach in Ihren Alltag integrieren. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, mit einem neuen Hobby zu beginnen. Ob etwa Origami, Gartenarbeit oder Modellflugzeugbau – Ihr Gehirn wird es Ihnen danken!