Der Ginkgo-Baum wird weltweit als Zier-, Park- und Alleebaum angepflanzt. Darüber hinaus baut man Ginkgo-Bäume aber auch in großen Plantagen in Frankreich, Japan, Korea und den USA zur Nutzung als Heilpflanze an. Wild wachsend kommt der Ginkgo-Baum nur in China vor.
Generell bevorzugt der Ginkgo sonnige Standorte und sandige, saure Lehmböden. Er gilt jedoch allgemein als sehr anpassungsfähig, sodass er auch auf weniger günstigen Böden wächst. Auch Hitze, Frost, Schädlingsbefall und andere Beeinträchtigungen ertragen Ginkgo-Bäume meist.
Die Gestalt des Ginkgo-Baumes variiert je nach Geschlecht und Alter. Während junge Ginkgo-Bäume meist schlank und gerade wachsen, breiten sich alte Ginkgos deutlich mehr in die Waagerechte aus und entwickeln dabei oftmals ansehnliche Kronen mit bis zu neun Metern Durchmesser. In der Höhe erreichen sie 30 bis 40 Meter.
Etwa fünf bis acht Zentimeter breit, fächerförmig und in der Mitte eingeschnitten sind die Ginkgo-Blätter. Im Sommer sind sie grau-grün bis dunkelgrün. Im Herbst färben sich die Blätter des Ginkgo-Baumes dann goldgelb, bevor sie schließlich innerhalb weniger Wochen abfallen.

Beim Ginkgo-biloba-Baum gibt es männliche und weibliche Exemplare. Nur die weiblichen tragen im Herbst etwa 2,5 Zentimeter lange pflaumenartigen Samen, die mitunter silbrig glänzen – daher auch der Name »Silberaprikose«. In den Samen befindet sich eine Nuss, die etwa so groß wie eine Pistazie ist. Umgeben ist diese von einer fleischigen Samenschale, welche aufgrund ihres Gehalts an Buttersäure unangenehm ranzig riecht, sobald sie vom Baum gefallen ist und vermodert. Daher bevorzugt man bei der Anpflanzung als Zier- oder Parkbaum die männlichen Bäume.
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