Ginkgo biloba – Steckbrief

Botanische Bezeichnung:
Ginkgo biloba L.

Klasse:
Ginkgoopsida

Ordnung:
Ginkgoales (Ginkgoartige)

Familie:
Ginkgoaceae (Ginkgogewächse)

Gattung:
Ginkgo

Art:
Ginkgo biloba

Herkunft:
Tian-Mu-Shan-Reservat in den entlegenen Bergtälern der chinesischen Provinz Zhejiang

Ältester Beweis für Existenz:
Mesozoikum

Deutschlands höchster Ginkgo steht in Karlsruhe.

Ginkgo-Bäume sind einzigartig im Pflanzenreich. Obwohl sie im Herbst ihre Blätter verlieren und somit Laubbäumen ähneln, gehören sie zu den Nacktsamern wie die Nadelbäume. Aufgrund dieser einmaligen Eigenschaften wird der Ginkgo einer eigenen Klasse zugeordnet, den Ginkgoopsida. Diese Klasse enthält nur eine Ordnung, die Ginkgoales, eine Familie Ginkgoaceae und eine noch vorhandene Gattung Ginkgo mit einer einzigen lebenden Art: Ginkgo biloba.

Zur Jahrtausendwende wurde Ginkgo biloba, als Mahnmal für Umweltschutz und Frieden, vom »Kuratorium Baum des Jahres« zum Baum des Jahrtausends erkoren. Aufgrund seiner langen Vergangenheit und seiner ihm noch bevorstehenden Zukunft soll er ein Symbol für Stärke und Hoffnung darstellen.

In Großbritannien wird der Ginkgo als Mädchenhaarbaum (maidenhair tree) bezeichnet. In Frankreich und Spanien waren die Bezeichnungen Vierzig-Taler-Baum oder Tausend-Taler-Baum geläufig. Deutsche Volksnamen, wie Fächerblattbaum, Elefantenohrbaum, Entenfußbaum oder japanischer Tempelbaum begegnen uns kaum noch.

Neben der Schreibweise Ginkgo ist heute auch Ginko zulässig. Das Vertauschen von »k« und »g« zu Gingko ist hingegen keine zulässige Schreibweise.