Vielseitigkeit des Ginkgos

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Ginkgo-Samen und Ginkgo-Blätter bereits seit langer Zeit eingesetzt. Die Samen sollen unter anderem die Verdauung anregen, Husten lindern sowie eine positive Wirkung auf das Herz entfalten und es stärken. Sie werden meist geröstet oder gekocht eingenommen.

Ginkgo-Bäume werden in Asien seit Langem aber auch als Nahrungspflanze gezüchtet. Der Verzehr von Ginkgo-Nüssen ist in Europa nicht üblich. Dies liegt auch daran, dass Ginkgo-Nüsse nur bedingt verzehrbar sind. Es ist zu beachten, dass die Früchte frisch ungenießbar sind. Sie enthalten unter anderem giftige Ginkgolsäuren, die heftige Allergien auslösen können.

Erst nachdem der essbare Kern des Ginkgo-Samens gebacken, gekocht oder geröstet wurde, ist er bereit für den Verzehr. In der asiatischen Küche ist es weit verbreitet, gehackte und geröstete Ginkgo-Samen als Gewürz einzusetzen. In Japan gelten geröstete und gesalzene Ginkgo-Kerne als Knabberartikel. Das Aroma der gerösteten Samen erinnert dabei an Pistazien.

Ginkgo-Nüsse gelten in Asien als Delikatesse.

Ginkgo-Nüsse sind reich an Niacin, Stärke und Protein und enthalten nur drei Prozent Fett. Außerdem enthalten sie 4-Methoxypyridoxin, weshalb ein übermäßiger Genuss an Ginkgo-Samen zu schweren Vergiftungserscheinungen führen kann.

Eine Einnahme roher Ginkgo-Blätter, etwa als Ginkgo-Tee, ist nicht zu empfehlen. Zum einen lösen sich die Wirkstoffe nicht gut in Wasser und zum anderen sind einige Inhaltsstoffe roh ungenießbar und können heftige Allergien auslösen.